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Sensorische Integration

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Die sensorischen Integration ist die Organisation von Sinneseindrücken , die unser Körper bewältigen muss. Durch diese Einordnung der eintreffenden Reize entstehen zielgerichtete Handlungen eines Menschen. ( Jean Ayres 1972)

Im Rahmen der Theorie der sensorischen Integration, entwickelt von Jean Ayres, wurde dargestellt, wie Lernschwierigkeiten mit sensomotorischen Problemen nit bestimmten Eigenschaften zu unterwerfen sind, welche sich in unzulänglichen oder ineffektiven Verarbeitung von Reizen begründen.

 

Es werden folgende Störungsbilder Unterschieden:

  • Modulationsstörung
  • Motorikstörung
  • Diskriminationsstörung

Eine SI- Störung liegt nur dann vor, wenn segnifikante Schwierigkeiten in den ADL´s gegeben sind UND wenn diese chronisch sind (und die ADL´s beeinflusst sind ).

Zu einer Modulationsstörung gehören:

  • Sensorische Überreaktion
  • Sensorische Unterreaktion
  • Reizsucher

 

Überaktivität:

Wie in dieser Übersicht zu sehen ist, antworten Kinder mit einer
Überaktivität zu intensiv auf Reize, die es aus der Umwelt aufnimmt.

Die Reaktion die vom Gehirn ausgesendet wird kann daher auch zu intensiv sein. Das Kind könnte im Tempo zu schnell sein oder auch zu lange auf den eintreffenden Reiz reagieren. Diese Kinder sind sehr verunsichert und können sich selbst in der Umwelt nur schwer einordnen. Dies kann zu Ängsten führen. Sie haben keinen sicheren Halt, da ihr Haltungshintergrund instabil ist.

Diese Form der Störung findet sich oft im taktilen Bereich wieder, er kann einen oder mehrere Sinneskanäle betreffen.

Unteraktivität:

Eine dagegen geminderte Reaktion auf Reize zeigen Kinder mit einer Unteraktivität.

Diese Kinder zeigen im Gegensatz zu der Überaktivität ein verringertes Tempo bei der Reaktion auf einen eintreffenden Reiz. Sie sind ebenso verunsichert und ziehen sich aus dem Grund oft zurück und spielen allein. Sie können sich gut selbst beschäftigen. Daher fallen sie einem Erzieher/ Lehrer nicht negativ auf und ihre Schwierigkeiten fallen nicht sofort ins Auge.

Reizsucher:

Der Reizsucher hingegen, die dritte Variante einer Modulationsstörung der Sensorischen Integration, haben ein ausgeprägtes Verlangen nach eintreffenden Reizen. Sie können sich mehrfach im Drehkarussell auf dem Spielplatz drehen und finden das toll. Sie berühren fast immer etwas, wie z.B. Wände oder andere Menschen. Es fällt ihnen schwer, im Unterricht oder im Morgenkreis ruhig sitzen zu bleiben, da nicht genug Reize eintreffen. Genau das macht diese Kinder dann aggressiv. Sie sind unzufrieden, da sie ihr Verlangen nicht stillen können.

 

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